Die Indianer Mittelamerikas - Die Olmeken und La Venta

Mitten in Sümpfen erhebt wie auf der Insel La Venta die größte Pyramide der
Olmeken. La Venta liegt nahe Tabasco. 100.000 Kubikmeter Erde waren erforderlich um eine
Pyramide von 30 Metern Höhe zu errichten. Nachdem die Olmeken 900 v: Chr. San
Lorenzo aufgegeben hatten, diente nun La Venta als zeremonielles und politisches Zentrum
der Olmeken. La Venta wurde 400 v. Chr. zerstört und verlassen. Auch hier waren
um die religiöse Stätte Ackerland entstanden, welches die Bevölkerung und
Pilger aus anderen Gegenden ernährte. In La Venta wurden die Handelswege
gegenüber San Lorenzo noch ausgebaut. Die olmekischen Künstler verwendeten neben
Basalt als Baustoff auch Jade und Serpentin. Jade wurde in La Venta das Symbol von
Wohlstand - später in ganz Mittelamerika. Es diente auch als Grabbeigabe der Elite.
Interessant in La Venta sind die sogenannten Mosaikhöfe, die nach ihrer Fertigstellung
sofort mit Erde bedeckt und mit Steinpfeilern markiert wurden.
Die Höfe dienten wahrscheinlich religiösen Zwecken, da man keine andere
praktische Bedeutung diesen Orten zuschreiben konnte. Sie waren nach bestimmten Sternen
ausgerichtet wurden und werden von Archäologen bestimmten Gottheiten zugerechnet. 45
Familien bewohnten einst La Venta, die keineswegs in der Lage waren die Pyramide ohne
fremde Hilfe zu errichten. Die Bauern der Gegend zählten etwa 18.000 Personen, die
wahrscheinlich als Arbeitskräfte von den Adligen und Priester von La Venta für
den Bau der Pyramide herangezogen wurden.
24 Steinmonumente wurden wie in San Lorenzo entweiht und der Ort verlassen. Auch hier haben
die Forscher verschiedene Theorien. War die Bevölkerungszahl so stark angestiegen,
dass sie nicht mehr ernährt werden konnte?